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Pressebericht
Presseerklärung der DIP-Ratsfraktion vom 29.01.2012:
DIP Ratsfraktion zur Vorlage Steuererhöhungen im Hauptausschuss
Grundsteuer
B darf nicht überproportional steigen
Schon
im letzten Jahr hatte die DIP, gemeinsam mit der SPD, die Anpassung der
Hebesätze bei der Gewerbesteuer an den fiktiven Hebesatz gefordert.
Dem städtischen Haushalt sind durch die Verweigerung von CDU und
FDP nicht nur Einnahmen in Millionenhöhe sondern auch Schlüsselzuweisungen
des Landes flöten gegangen. Angesichts des erneuten Haushaltsdefizits
hat sich jetzt endlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass auf eine Einnahmeverbesserung
nicht verzichtet werden kann.
„Insofern
unterstützt die Ratsfraktion den Vorschlag der Verwaltung“,
so Fraktionsvorsitzender Reinhard Borgmeier, „warum aber die Grundsteuer
B mit 39 Punkten auf 420 Prozent viel stärker steigen soll als die
Gewerbesteuer – um 17 Punkte auf ebenfalls auf 420 Prozent - ist
bisher nicht sachlich begründet worden. Betroffen sind alle Hausbesitzer
und auch Mieter, also breite Bevölkerungskreise, die ohnehin schon
durch Gebühren- und Eintrittserhöhungen sowie Preissteigerungsraten
erheblich belastet sind.“
Die
DIP schlägt daher vor, die Grundsteuer B nur bis zum fiktiven Hebesatz
von 413 Prozent anzuheben und dafür die Gewerbesteuer auf moderate
425 Prozent.
„Für
den städtischen Haushalt bedeutet das in der Summe eine leichte Verbesserung
bei den Steuereinahmen. Für die Unternehmen mit Geschäftsgrundstücken
bedeutet das eine geringe Entlastung bei der Grundsteuer. Die Mehrbelastung
durch die Gewerbesteuer wird bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften
durch die Anrechnung bei der zu zahlenden Einkommensteuer überwiegend
kompensiert“, erläutert Borgmeier.
„Aber
auch das wird alles nicht helfen, den kommunalen Haushalt zu sanieren.
Auch die ganzen unsinnigen Sparappelle sind keine Lösung. Alle Beteiligten
wissen doch, dass der städtische Haushalt auch mit der allergrößten
Sparaktion nicht zu sanieren ist. Nicht mal Kaputtsparen wäre eine
Lösung. Die wirtschaftlichen Folgen wären verheerend. Wer nicht
ernsthaft die strukturellen Ursachen der miserablen kommunalen Finanzsituation
bekämpfen will, dem bleibt am Ende nur die Rolle des Vollstreckers
völlig anderer Interessen. Mit dem geplanten Basel-II-Abkommen sollen
die Kommunen zukünftig um die besten Ratings konkurrieren. Das kann
teuer werden. Dann gute Nacht“, so Borgmeier abschließend.
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