Die letzte Gelegenheit zum Besuch von CREDO zu nutzen - dazu fordert jetzt die "Blaue Narzisse" auf, eine umtriebige und beachtlich vernetzte Internetzeitung der Neuen Rechten. Die Paderborner Ausstellung bekommt dort eine Empfehlung mit leichtem Vorbehalt: "Der konservative Besucher weiß die zum Glück nicht allzu häufigen Verneigungen der CREDO vor dem Zeitgeist gut einzuordnen. " Eine kleine Sünde der Ausstellungsmacher also, die leicht zu vergeben ist. Autor des Testberichts istDirk Tophorn, ein "konservativer Revolutionär", Mitglied der "völkisch" gesonnenen Bielefelder Burschenschaft Normannia-Nibelungen, Mitbetreiber eines rechtsjugendlichen Kulturzentrums in Dresden, überall aktiv, wo es um den Kampf gegen die "multikulturelle Lebenslüge" geht. Aber wie paßt in dieses Weltbild die historische "Christianisierung" hinein? Wo doch der "Nordische Glaube" seinen angestammten Platz im Traditionsbestand der "konservativen Revolutionäre" hat? Ganz einfach: Das Christentum wird zur "abendländischen" Domäne erklärt, Karl der Große bekommt seine Verehrung ebenso wie der Sachsenführer Widukind, und die Externsteine lassen sich dann gleichermaßen als germanisch-vorchristliche wie als christliche Kultstätte würdigen.

Hauptsache sie dienen als steinernes Zeichen gegen das "Fremdvölkische". CREDO heißt für die Neue Rechte heute dann: Ob christlich oder nordisch, ich bekenne mich zu einem "weißen Europa", "artgerecht", und da ist politisch viel zu tun...

Die Erinnerung an eine "Schwertmission" kann bei einem solchen Glaubensbekenntnis hilfreich sein.