Allein in NRW ist pro familia anerkannter Träger von über 30 Beratungsstellen, seit 2007 auch in Paderborn. Neben der Beratung gehören sexualpädagogische Präventionsarbeit sowie Projekte in Schulen und Bildungsorganisationen zu den Tätigkeitsbereichen. Hier ist die Nachfrage so groß, dass das 1. Halbjahr 2018 mittlerweile ausgebucht ist.

2016 stand pro familia Paderborn vor dem finanziellen Aus. Der Landesverband hatte die jährliche Kostenlücke von 35.000€ nicht mehr schließen können. Damals wurde durch eine einzigartige Spendenaktion von Bürgern die Weiterarbeit ermöglicht. Die Spenden, aufgeteilt auf 3 Jahre, sollen die Weiterarbeit bis einschließlich 2018 sichern. Doch es bleibt ein Restkostenanteil von nicht unbeträchtlicher Höhe.
„Die Beratungsstelle pro familia in Paderborn ist die einzige des Verbandes in NRW, der eine kommunale Unterstützung für den Restkostenanteil verweigert wird“, sagt Roswitha Köllner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion / Offene Liste. „Hier sehen wir gemeinsam mit der SPD und den Grünen auch die Stadt Paderborn in der Verantwortung. Schließlich sind es in der Mehrzahl Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die die Beratungsstelle frequentieren.“
SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Linksfraktion/ Offene Liste beantragen gemeinsam eine Bezuschussung für die Paderborner Beratungsstelle pro familia in Höhe von 7000 €.

Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses findet am Mittwoch, 6. Dezember um 17 Uhr im Rathaus (großer Sitzungssaal) statt.