Nur wer im Juli einen Antrag stellt bekommt auch noch für Juli das Geld.

Um die wirtschaftliche Situation der Alleinerziehenden zu verbessern, ist das Unterhaltvorschussgesetz (UVG) geändert worden. Im Gegensatz zu Bielefeld, weist die Stadt Paderborn auf ihrer Internetseite noch nicht auf die kommende Neuregelung hin, es können aber schon Anträge gestellt werden. Diese werden dann nach Inkrafttreten des geänderten Gesetzes bearbeitet.
„Wichtig dabei ist der Zeitpunkt der Antragstellung“, teilt Roswitha Köllner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion / offene Liste mit. „Denn der Antrag gilt erst ab dem Monat, in dem er gestellt wurde. Es gibt keine verlängerte Antragsfrist.“ Im Klartext: Nur wer im Juli einen Antrag gestellt hat, bekommt auch rückwirkend für den Monat Juli das Geld. Für Anträge, die später gestellt werden, gilt das nicht. „Daher kann nur allen Bezugsberechtigten geraten werden, jetzt noch im Juli einen Antrag zu stellen“, so Köllner.

Linksfraktion / offene Liste bemängelt Angebot für mehrtägige Ferienfreizeiten

Ferienzeit ist Reisezeit – eine kleine Flucht aus dem Alltag, von der Kinder aus finanziell benachteiligten Familien oft nur träumen können. Über 4000 Kinder leben in der Stadt Paderborn in Bedarfsgemeinschaften. Berücksichtigt man die Kinder aus Familien mit Niedriglohn, so dürfte sich die Zahl deutlich erhöhen. Welche Möglichkeiten aber haben diese Kinder und Jugendlichen an einer Kinder- und Jugendreise teilzunehmen, wenn Hartz IV oder das Einkommen der Eltern nicht ausreichen?

Die Linksfraktion / offene Liste stellt in der nächsten Sitzung der Gleichstellungskommission, am Donnerstag, den 29. Juni eine Anfrage zum neuen Unterhaltsvorschussgesetz (UVG). Das geänderte UVG tritt zum 1. Juli 2017 in Kraft. Zum erweiterten Kreis der Bezugsberechtigten dürften mehrheitlich alleinerziehende Frauen gehören.
Die Stadt Paderborn weist in ihrem Internet-Auftritt noch nicht auf die neue Gesetzeslage hin.

In der nächsten Ratssitzung stellt die Linksfraktion / offene Liste einen Antrag zum Thema Coffee-to-go-Becher. In Zusammenarbeit mit dem Abfallentsorgungsunternehmen ASP und dem Citymanager soll die Stadt die Einführung eines Mehrweg-Pfandsystems für Coffee-to-go-Becher prüfen.

Der leichte Becher gehört zum alltäglichen Straßenbild: praktisch, aber belastend für die Umwelt. Weil er von innen mit Kunststoff beschichtet ist, lässt er sich nicht recyceln und landet im Schnitt nach einer Viertelstunde im Müll. Den Weg in die Wertstofftonne findet der Becher nicht, denn der Kaffee wird unterwegs getrunken.

Politische Rahmenbedingungen Anfang 2004

Auf dem Höhepunkt der Rot-Grünen Agenda-Politik waren selbst auf der kommunalen Ebene kaum politische Unterschiede erkennbar. Insbesondere Sozialpolitik kam völlig unter die Räder. Ein All-Parteien-Kartell hatte den Neoliberalismus auch als ‚alternativloses‘ Politikmodell übernommen.

Der Nahkauf am Lichtenturmweg schließt zum 31. Mai dieses Jahres. Damit entfällt für alle Anwohner/innen die Möglichkeit fußläufig einzukaufen.
Auf Initiative der DIP hatte im April zu diesem Thema eine Anwohnerversammlung stattgefunden, bei der auch Vertreter der Stadt anwesend waren. Bislang ist noch kein Nachfolger für das Lebensmittelgeschäft gefunden worden. Jetzt sind die Anwohner direkt an Bürgermeister Dreier herangetreten, mit der Bitte, doch noch eine Lösung für den Erhalt der Nahversorgung am Lichtenturmweg zu finden.